Hugo Boss
Hugo Ferdinand Boss wurde am 8. Juli 1885 als Sohn von Heinrich Boss und seiner Frau Luise, geb. Münzenmayer in Metzingen geboren.
Aufgewachsen ist Hugo Boss in bürgerlichen Verhältnissen in Metzingen. Boss besuchte bis 1899 die Volksschule und die Realschule und absolvierte im Anschluss in Bad Urach eine 3jährige
kaufmännische Ausbildung.
Seinen Einstand ins Berufsleben fand er 1902 bei einer Buntweberei in Metzingen, wo Hugo Boss erste Erfahrungen innerhalb der Bekleidungsindustrie sammelte. 1903 wurde er im Alter von 18 Jahren
zum Militärdienst eingezogen. Nach seiner Entlassung 1905 fand er eine Anstellung in einer Weberei in Konstanz.
Im Jahr 1908 heiratete Hugo Boss Anna Katharina Freysinger. Aus dieser Ehe ging die gemeinsame Tochter Gertrud hervor. Seine Teilnahme als Soldat des Ersten Weltkrieges ist indes nicht gesichert.
Nach Kriegsende und der Stabilisierung der Wirtschaft gründete er in Metzingen die Schneiderei Hugo Boss.
Zunächst spezialisierte sich das kleine Unternehmen auf die Produktion von Hemden und Wäsche. Nach erfolgreichem Ausbau folgen später die Herstellung von Berufs- und Arbeitskleidung, die dem
jungen Unternehmer erste Erfolge bescherte. Nun wurde es möglich, die Belegschaft bis Ende der 1920er Jahre auf rund 20 Mitarbeiter zu erweitern. Im Zuge der Weimarer Zeit, gelang es dem
Unternehmer den Betrieb über die katastrophalen Entwicklungen der Wirtschaftsdepression zu retten.
Zu dieser Zeit trat auch der Kaufmann Eugen Holy in leitender Position ins Unternehmen ein. 1931 heiratete Eugen Holy die einzige Tochter von Hugo Boss, Gertrud. Aus dieser Ehe gingen die
gemeinsamen Kinder Uwe und Jochen hervor. Im selben Jahr wurde Hugo Boss Mitglied der NSDAP. Als gesichert gilt, dass sich Hugo Boss weder politisch noch finanziell oder anderweitig innerhalb der
Partei verdient machte.
Im Zuge der deutschen Mobilmachung zur Aufrüstung des Zweiten Weltkrieges wurde das kleine Unternehmen weitgehend durch kriegswichtige Aufträge der Wehrmacht bestimmt. Wie bei weiteren 75.000
Schneidermeistern und 15.000 Unternehmen in Deutschland wurde auch die Firmenpolitik der Schneiderei Hugo Boss weitgehend durch das NS-Regime bestimmt.
Um den wachsenden Aufträgen nachzukommen, Boss produzierte in erster Linie Hemden, wurden dem Handwerksbetrieb 40 Kriegsgefangene und rund 150 Zwangsarbeiter zugewiesen, die nach
Betroffenenberichten, wie auch die reguläre Belegschaft, nicht minder behandelt wurden. Neben Uniformen produzierte der Betrieb auch weiterhin Arbeits-, Sport- und Regenbekleidung.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Unternehmer als politisch unbelasteter "Mitläufer" eingestuft. Da die Produktion von Uniformen zu keinem effektiven Wachstum der Firma beigetragen
hat, nahm die Schneiderei nach 1945 in alter Besetzung von rund 20 Mitarbeitern die Produktion von Arbeits- und Berufsbekleidung im schwäbischen Metzingen wieder auf.
Hugo Ferdinand Boss starb am 9. August 1948 im Alter von 63 Jahren.
Nach seinem Tod übernahm sein Schwiegersohn, Eugen Holy, die Firmenleitung. In den Wirtschaftwunderjahren gelang es Holy, den Handwerksbetrieb zum mittelständischen Unternehmen auszubauen. Trotz
eines Umsatzes von rund 3,5 Millionen DM stand die Firma Ende der sechziger Jahre vor der Schließung. 1969 übernahmen Boss' Enkel, Uwe und Jochen Holy, das Unternehmen. Sie konzentrierten die
Produktion auf exklusive Konfektionskleidung und schufen mit der HUGO BOSS AG eine der renommiertesten Marken der Modeindustrie.
Neben den Größen der deutschen Industrie beteiligte sich die HUGO BOSS AG mit Zahlungen an den internationalen Fonds zur Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter.
Hier geht's zur Website von Hugo Boss!!!